Saal "La Valsainte"

Dauerausstellung

Die Kartause «La Valsainte» wurde vor mehr als 700 Jahren bei Cerniat gegründet. Sie gehört zum Kartäuserorden, der im 11. Jahrhundert vom heiligen Bruno im Gebirgsmassiv Chartreuse ins Leben gerufen wurde. Die Kartause wurde 1294-1295 von Girard de Corbières, dem Gutsherrn von Charmey, errichtet und befindet sich auch noch heute im Herzen des Javrotals.

Das einsame Leben, die Rückkehr zum Wesentlichen und die Bescheidenheit verkörpern die „gesegnete Einsamkeit“ der Kartäuser. „Beata solitudo, sola beatitudo“ lautet ihre Maxime. Als natürliche Folge dieser eremitischen Lebensweise wurden die Tore des Klosters La Chartreuse 1976 für die Besucher endgültig geschlossen.

Saal "La Valsainte"

Nachdem die Kartause nicht länger für die Öffentlichkeit zugänglich war, erschien es unerlässlich, den Orden, der ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Javro- und Jauntals ist, dennoch ins rechte Licht zu rücken.

Der Saal «La Valsainte» ist so konzipiert, dass er die kartäusische Welt einfängt. Die Ausstellung ist um eine Klause herum angeordnet, die einst dem Kloster gehörte. Die Restaurierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Brüdern und Patres von «La Valsainte». Das komplette Mobiliar einer Zelle wurde zur Verfügung gestellt und spiegelt sowohl den begrenzten Raum als auch die Schlichtheit der Wohnräume der Mönche wider. Überdies vermitteln Fotografien von Claude Gluntz ein Bild der Aufenthaltsorte und Gewohnheiten der Kartäuser.

Références :
Chartreuse de la valsainte, Edition Chartreuse de la valsainte, 2011.
Paul Grossrieder, « Mystère et rayonnement », In : Pro Fribourg n° 125, Décembre, 1999.